Rebbau in Höngg

Man vermutet, dass in Höngg zwischen 800 und 1100 erste Reben gepflanzt wurden. Vor 1312 ist kein urkundlicher Hinweis auf Rebbau zu finden.

Im Jahr 1360 verlieh die Probstei Berthold Jeger zwei "Jucharten" unterhalb der Kirche mit der Bedingung, darauf binnen vier Jahren Reben zu pflanzen. 

Mindestens seit dem 16. Jahrhundert wurde in Höngg in grossen Stil Rebbau betrieben, haupsächlich mit Räuschling-Reben.

Der Umfang der Rebfläche ist erstmals aus der Zeit der französischen Revolution bekannt und erreichte 1888 gemäss damaliger Volkszählung 131 Hektaren mit 260 Rebbesitzern. 

1828 standen in Höngg 76 Baumtrotten. Mit der Industrialisierung und Urbanisierung schrumpfte die Rebfläche sukzessive auf die heutigen Restflächen.